Meine Motivation

Führung ist eines der komplexesten Themen überhaupt. Die wenigsten von uns werden vor Ihrer Beförderung zum Vorgesetzten, für die Personalführung ausgebildet. So ging es auch mir, als ich 2012 das erste Mal ein multifunktionales Team bestehend aus 18 Personen an einer Außenstelle in Frankreich übernahm... 


Natürlich habe ich mich riesig über den schnellen Aufstieg zur Führungskraft gefreut. Zugleich war ich auch stolz auf mich selbst, bereits im jungen Alter von 25 Jahren so erfolgreich zu sein. Was ich damals noch nicht wusste war, dass die Erfolgsmethoden der Fachkraft sich sehr stark von denen der Führungskraft unterscheiden. Diese Erkenntnis musste ich damals mit viel Schmerz gewinnen, indem ich so gut wie alles falsch gemacht habe, was man als Führungskraft falsch machen kann.
Schnell begriff ich, dass ich neue Skills benötige und begann Führungskräfte-Seminare zu besuchen. 

Aber hey... kennt Ihr das: 
Man besucht ein tolles Seminar, wird dort super entertaint, sodass einem das lernen leicht fällt, anschließend kommt man super motiviert an seinen Arbeitsplatz zurück und ist nun fest entschlossen die Welt zu verändern... 

...doch dann wird man doch wieder von der traurigen Realität eingeholt und es passiert das, was wir alle von den guten Neujahres-Vorsätzen kennen: 
Wir lassen es irgendwann sein und finden uns eine passende Ausrede für unser "Versagen"

... es ist einfach unrealistisch... keine Zeit.... die Anderen lassen mich nicht.... usw...     


Nun geht es bei der Tätigkeit als Führungskraft nicht nur um mich selbst. Als Leader, führen wir andere Menschen und üben damit direkten Einfluss auf Ihr Berufs- und sogar persönliches Leben aus. Jeder von uns hat sich mindestens einmal im Leben, über einen schlechten Chef geärgert. Ich wette, in dem Moment sagtest auch Du Dir:


"so will ich nicht führen, wenn ich mal selbst Chef bin" 


Genau dieser Satz ist zu meiner inneren Motivation, meinem ständigen Begleiter geworden. Er dient mir als Antrieb meine Führungskompetenzen zu verfeinern und permanent an mir selbst zu arbeiten. Es gibt noch viel zu lernen und ich bin hungrig nach diesem Wissen.